Klimafolgenforschung


Beschreibung



Der Klimawandel und die mit ihm verbundenen Änderungen insbesondere hinsichtlich Temperatur- und Niederschlagsverteilung sowie atmosphärischer CO2-Konzentration zeigt bereits jetzt erhebliche Auswirkungen u.a. auf die Produktionssicherheit und die Produktionsbedingungen von Sonderkulturen, auf ökosystemare Stoffkreisläufe sowie auf die Planung und das Management von urbanen Grün- und Freiraumflächen.
Die Klimafolgenforschung ist ein Schwerpunkt der Hochschule Geisenheim, der notwendige Mitigations- und Anpassungsstrategien an den Klimawandel über verschiedenste an der Hochschule Geisenheim vertretenen Disziplinen hinweg verknüpft und einen Brückenschlag zu einer Vielzahl externer Partner von der Wirtschaft bis zur Grundlagenforschung schafft. Durch die Einrichtung einer Professur für Klimafolgenforschung bei Sonderkulturen zum WS 2014/15 mit assoziierter Wissenschaftlerstelle ist dieser Bereich sowohl inhaltlich als auch personell gestärkt worden. Inhaltlich passt auch die Konzeptstudie zur Einrichtung eines UNESCO-Lehrstuhls zur Thematik „Special crops and their environmental and cultural impact under climate change“ (siehe 3. Entwicklungsplanung - Lehre und Studium). Strukturell forciert wurde das Thema Klimafolgenforschung durch die Schaffung einer weltweit einmaligen Infrastruktur zur Erforschung der Auswirkungen einer zukünftigen erhöhten CO2-Konzentration (FACE, Free Air Carbon Dioxide Enrichment) auf Anbau, Physiologie, Schaderregerbefall, Inhaltsstoffe und Aromen von Weinreben und Gemüsekulturen. Die Bedeutung dieser Thematik wird durch die Förderung des LOEWE-Schwerpunktes „FACE2FACE“ durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) mit einer Laufzeit von 2014 bis 2017 gestärkt (mit den Partnern JLU, UM, MPM sowie dem HLUG). Für eine Verstetigung von FACE2FACE sowie der Erschließung aktueller Forschungsfelder zu den o.g. Zielen ist eine Intensivierung der interdisziplinären Antragstellungen bei nationalen und internationalen Förderern vorgesehen. Darüber hinaus soll durch die für 2015 geplante Bewerbung um einen Forschungsbau nach GG §91 (b) eine weitere Plattform an der Hochschule Geisenheim geschaffen werden, die das Forschungsfeld „Klimafolgen für Sonderkulturen“ über die Skalen Gene/Einzelzelle – Organismus – Ökosystem durch die dann vorhandenen technischen Einrichtungen (Omics-Technologien – Klimakammern – Gewächshaus – Freiland-FACE) komplett abbilden kann. Die im Aufbau befindliche „Bioanalytik-Plattform-Hessen“ (mit den Partnern JLU und HFI) wird das erforderliche Methodenspektrum um die Analytik stabiler Isotope erweitern. Zudem sollen zukünftig verschiedene Pflanzenkulturmodelle (z.B. Wein, Obst, Gemüse) weiterentwickelt werden, um mit Hilfe regionalisierter Klimamodelle, z.B. Risikoanalysen für den Anbau dieser Kulturen durchzuführen und Handlungsanweisungen z.B. zur Prognose/Bekämpfung des Schaderregeraufkommens oder zur gezielten Bewässerungs-Steuerung zu erarbeiten.


Projekte

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Zuletzt aktualisiert 2018-01-10 um 15:28