Produktqualität


Beschreibung



Das Thema Produktqualität umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von Obst, Gemüse, Wein und Zierpflanzen, beginnend bei Züchtung und Anbaumaßnahmen über Erntetechniken, Lagerung und Verarbeitung.
Das Thema Produktqualität steht daher am Ende der Verarbeitungskette, die mit der Züchtungs- und Klimafolgenforschung beginnt und über den Anbau und die optimierte Verfahrenstechnik zu Primärprodukten wie z.B. Früchten und Gemüsen sowie ihren weiterverarbeiteten Produkten wie Säften, Weinen, Getränken und Destillaten führt oder über Transport und Lagerung die Grundlagen der Qualität bei Zierpflanzen legt. Jeder einzelne Schritt dieser Kette kann die Qualität der pflanzlichen Produkte beeinflussen.
Untersuchungsparameter im Rahmen der Produktqualität sind z.B. primäre und sekundäre Inhaltsstoffe der Ernteprodukte sowie der weiterverarbeiteten Erzeugnisse. Diese sollen mit nicht-invasiven, chemischen und sensorischen Methoden untersucht werden. Die Erkenntnisse werden dazu dienen, die Qualität zu maximieren, um den Erwartungen von Produzenten, Verarbeitern und Verbrauchern gerecht zu werden.
Modernes Ernährungsverhalten beinhaltet sowohl die Auseinandersetzung mit gesundheitlichen Aspekten bioaktiver Pflanzenstoffe als auch mit Kontaminanten oder Allergenen. In Kombination mit Analytik und Sensorik werden Prozesse wie Stabilitätsverhalten, Alterung und Reifung sowie die ernährungsphysiologische Eignung der entsprechenden Produkte bewertet. Zusammen mit den produktionsorientierten Wissenschaftlerstellen im Bereich Gemüse, Trauben und Obst bieten sich Ansatzpunkte, da sich hier im nationalen und internationalen Vergleich ein deutliches Profilierungspotenzial aufzeigt, vor allem in der Verfahrenstechnologie und Getränkeentwicklung, aber auch hinsichtlich möglicher Entwicklungen in Zusammenarbeit mit der Ernährungs- und Gesundheitsforschung bzw. der Lebensmittelsicherheit. Weitreichende Anforderungen einer integrierten Betrachtung der Bioverfügbarkeit und gesundheitlichen Wirkung bestimmter Produkte bzw. Stoffe sind auch weiterhin nur in Kooperation mit Partnern aus den Bereichen der Lebensmittelchemie, der Ernährungswissenschaften und der Medizin zu erreichen. Hier sind weiterführende regionale Forschungsachsen mit der HFI und der JLUG auch für das Forschungsfeld Medizin (Fachbereich 10 der JLUG) erforderlich. Die in Geisenheim bereits begonnenen Studien zur Getränkeentwicklung mit Kindern, in Kooperation mit den hier ansässigen Schulen und dem Forschungszentrum für Kinderernährung in Dortmund sollen ausgebaut und das bestehende Defizit im Bereich Sensorik von Obst, Gemüse und Getränken, einem Gebiet, welches in der Lebensmittelforschung und -Lehre eine große Bedeutung hat, personell behoben werden. Um die Forschung praxisgerecht zu unterstützen, ist es dringend erforderlich, die baulich-strukturellen Gegebenheiten durch die Errichtung eines modernen Getränkewissenschaftlichen Zentrums zu verbessern (Planung im hessischen Hochschulbauprogramm HEUREKA).


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Zuletzt aktualisiert 2018-01-10 um 15:04