Umweltschonende Pflanzenschutzverfahren


Beschreibung

Vor dem Hintergrund des globalen Bevölkerungswachstums und der damit verbundenen Notwendigkeit einer Steigerung der Effizienz pflanzlicher Produktion bei gleichzeitiger Sicherung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit erzeugter Produkte sowie der Berücksichtigung naturschutzrelevanter Aspekte, kommt einem nachhaltigen Pflanzenschutz heute eine besondere Bedeutung auch beim Anbau von Sonderkulturen zu.
Der Forschungsschwerpunkt „umweltschonende Pflanzenschutzverfahren“ befasst sich mit der Reduzierung des Einsatzes chemischer Pflanzenschutzmittel im integrierten Anbau sowie der Erarbeitung von Pflanzenschutzstrategien für die ökologische Produktion (z.B. Ersatz kupferhaltiger Pflanzenschutzmittel). Im Zentrum der Forschungsarbeiten stehen sowohl biologische Verfahren wie der Einsatz entomopathogener Pilze zur Kontrolle von Schadinsekten, als auch physikalische Ansätze wie die Applikation von UV C-Strahlen zur Eliminierung von Mikroorganismen. Zudem werden sensorgesteuerte Applikationsverfahren getestet und weiterentwickelt, um eine exakte Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln zu ermöglichen und unerwünschte Applikationen auf Nicht-Zielflächen zu vermeiden. Die Arbeiten bilden teilweise auch Grundlagen für die Anpassung des Pflanzenschutzrechts. Um das komplexe Gefüge der Pflanzengesundheit besser verstehen zu können, erfolgen darüber hinaus Grundlagenuntersuchungen zu spezifischen Wirt-Schaderreger-Interaktionen sowie zur Charakterisierung pilzlicher und bakterieller Mikrozönosen auf Pflanzenoberflächen, im Boden sowie bei Schadinsekten mittels molekularbiologischer Hochdurchsatzverfahren (Metagenomics). Weitere Forschungsschwerpunkte befassen sich mit Aspekten der Pflanzenhygiene und des Wassermanagements im Gartenbau und mit dem Einfluss von bestimmten Nährstoffen und Substraten auf bodenbürtige Pflanzenpathogene sowie mikrobielle Antagonisten. In Zukunft soll die Forschung hier breiter aufgestellt werden und auch mehr die Fragestellungen des Pflanzenschutzes im urbanen Gartenbau (Außenbegrünung, Fassadengartenbau, städtische Räume, Innenbegrünung) bearbeiten, um die Kompetenzen im neu gebildeten Zentrum für Landschaftsarchitektur und urbanen Gartenbau zu ergänzen und die Verzahnung zur „städtischen Entwicklung“ zu betonen.


Projekte

Go to first page Go to previous page 1 von 2 Go to next page Go to last page

Zuletzt aktualisiert 2018-01-10 um 14:45