Anwendung von Pupalparasitoiden zur biologischen Regulierung der Kirschessigfliege in der Praxis


Projektleiterin/ Projektleiter



Projektstart: 15.04.2021
Projektende: 14.04.2024


Zusammenfassung

Die invasive Kirschessigfliege, Drosophila suzukii hat sich seit 2012 in Deutschland zu einem
akuten Problemschädling vor allem in Steinobst und Beerenobstkulturen entwickelt.
Wirksame biologische Regulierungsmöglichkeiten gibt es noch nicht. Auf der Basis
verfügbarer Pupalparasitoide soll daher in einem Verbund aus Forschungseinrichtungen und
einem Nützlingsproduzenten eine innovative praxisreife Strategie zur nachhaltigen und
biologischen Regulierung der Kirschessigfliege als Alternative zu chemischen Verfahren
entwickelt werden. Ziel ist der Einsatz eines verwertbaren Produktes auf der Basis dieser
Nützlinge vor allem in Beerenkulturen (Himbeeren, Heidelbeeren). Für die Erreichung dieses
Ziels müssen verschiedene Teilergebnisse erarbeitet werden: (1) Die Bereitstellung der
Parasitoide in ausreichenden Mengen benötigt ein effizientes und qualitätssicherndes
Massenzuchtverfahren. (2) Qualitätserhaltende Freilassungsträger für diese Nützlinge müssen
entwickelt werden. Zudem müssen das zur Freilassung optimale Entwicklungsstadium der
Parasitoide gefunden sowie die je nach Kultur notwendigen Aufwandmengen und
Applikationshäufigkeiten erarbeitet werden. (3) Die Wirksamkeit von Freilassungen soll
zunächst im praxisnahen Versuch und nach erfolgter Optimierung in Praxisbetrieben getestet
werden. Dazu ist es auch erforderlich, die Integrierbarkeit des Verfahrens in die
Kulturführung – auch im Hinblick auf eine Kombination mit gängigen Pflanzenschutzmitteln
- zu prüfen. Übergeordnetes Ziel des Vorhabens ist es, die Ausbringung von
Pupalparasitoiden als essentiellen Baustein in der Regulierung der Kirschessigfliege im
Gartenbau zu etablieren und ein dafür geeignetes Produkt anzubieten.


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