Klimafolgen für die Bewässerung von Freilandgemüse am Beispiel von Zwiebeln unter Berücksichtigung von Anbauregionen und Klimamodellen


Projektleiterin/ Projektleiter



Details zum Projekt

Projektstart: 01.05.2018
Projektende: 31.10.2018


Zusammenfassung

Die Klimafolgen für die Bewässerung von Freilandgemüse werden für zwei Anbauregionen unter Berücksichtigung verschiedener Klimamodelle untersucht. Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Bewässerungsbedarf, die Trockenheitsanfälligkeit und die Nitrataustragsgefährdung wird am Beispiel von Zwiebel als wichtige Freilandgemüsekultur simuliert. Das Hessische Ried ist mit der angrenzenden Vorderpfalz das größte deutsche Gemüseanbaugebiet Deutschlands. Die Region „Uetze – Peine – Lehrte“ ist mit ca. 600 ha das größte niedersächsische Zwiebelanbaugebiet. Als Simulationsgrundlage kommen das optimistische Szenario RCP2.6 und das pessimistische Szenario RCP8.5 zum Einsatz (IPCC 2014). Die Bandbreite regionaler Klimaänderungen wird mit statistischen und dynamischen Regionalmodellen ausgewertet: WETTREG 2013 und C-CLM. Die Simulationen umfassen die 30jährigen Perioden 2031 - 2060 und 2071 - 2100. Die Periode 1971 - 2000 stellt die Referenzperiode dar. Fokus liegt auf jenen Klimaparametern, welche die Klimatische Wasserbilanz (KWB) betreffen: Temperatur, Niederschlag und Verdunstung. Der Beregnungsbedarf wird mit kultur- und anbausatzspezifischer KWB kalkuliert. Die Simulationen erfolgen auf Tagesbasis, um eine sowohl zeitlich als auch räumlich hohe Auflösung zu ermöglichen. Klimawandelbedingte Änderungen des Vegetationszeitraums und der Pflanzenentwicklung werden berücksichtigt.
Die Notwendigkeit von Anpassungsstrategien zur Bewässerungsinfrastruktur, Ressourceneinsatz und Grundwasserschutz sollen aus der Bandbreite potenzieller Klimaeffekte in den Modellregionen abgeleitet werden.


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