Ableitung von Ansätzen zur Logistikoptimierung sowie Anforderungen an die Mitarbeiter bei einer stärkeren Digitalisierung der Wertschöpfungsketten


Projektleiterin/ Projektleiter


Projekte als Projektpartnerin / Projektpartner der HGU


Projektstart: 07.02.2020
Projektende: 31.03.2023


Zusammenfassung

Für viele Wertschöpfungsketten im Gartenbau besteht das Problem, dass die Nachfrage der Konsumenten nach Zierpflanzen und der darauf basierende Absatz und Umsatz von Handelsunternehmen oder direktabsetzenden Betrieben stark von externen Faktoren, wie Witterung, Feiertage, Ferien etc. abhängig ist. Da die Wirkung dieser Faktoren für die Unternehmen sehr schwer einschätzbar ist, führt dies zu erheblichen Unsicherheiten bei der Disposition und Bestellung der oftmals nur begrenzt haltbaren Ware. Im täglichen Geschäft ergeben sich dadurch sowohl Out-of-Stock Situationen (bei sehr starker Nachfrage) oder im gegenteiligen Fall hohe Überstände bis hin zur Vernichtung der produzierten Pflanzen. Trotz des Einsatzes von betrieblichen Planungs- und Entscheidungsunterstützungssytemen (z.B. ERP-, Warenwirtschafts- und Bestellsoftware) in vielen Gartencentern, Einzelhandelsgärtnereien oder direktabsetzenden Endverkaufsbetrieben konnte das geschilderte Problem in den vergangenen Jahren insbesondere für Zierpflanzen und Schnittblumen noch nicht befriedigend gelöst werden.
Daher sollen in dem beantragten Projekt die Möglichkeiten der Nutzung und Verarbeitung von internen und externen Daten für kleine und mittelständische Einzelhandelsunternehmen im Gartenbau exemplarisch für die Wertschöpfungsketten von Zierpflanzen und Schnittblumen untersucht werden. Dabei sollen sowohl Daten auf der Kunden- und Absatzseite als auch Informationen, die die Beschaffung, Logistik und Produktion der Pflanzen betreffen, einbezogen werden. Im Erfolgsfall wird ein mehrgliedriges digitales Management-Unterstützungssystem für verschiedene Akteure der untersuchten Wertschöpfungsketten für Zierpflanzen und Schnittblumen entwickelt und erprobt werden. Als Ergebnis des Projektes sind z.B. Analyse- und Prognosesysteme für den Absatz ausgewählter Zierpflanzen und Schnittblumen für Handelsunternehmen und direktabsetzende Einzelhandelsgärtnereien denkbar. Diese Informationen können auch zur verbesserten Disposition und Bestellung der Ware genutzt werden und erlauben damit Effizienzgewinne auf den vorgelagerten Produktions- und Handelsstufen sowie in der Logistik.


Externe Partner


Forschungsfelder